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Ednos

EDNOS ist eine Abkürzung für "Eating Disorder Not Otherwise Specified". Unter diesen Krankheitsbild werden jene Essstörungen zusammengefasst, die entweder eine Mischform aus Anorexie, Bulimie und Adipositas darstellen oder nicht eindeutig einer dieser Störungen zuzuordnen sind. Dazu gehören beispielsweise:

  • Frauen, die die Kriterien von Anorexie erfüllen, aber noch regemäßig Menstruationsblutungen haben
  • wenn alle Kriterien der Anorexie erfüllt sind, aber trotz deutlichem Gewichtsverlust immer noch Normalgewicht vorliegt (BMI)
  • wenn eigentlich die Kriterien für Bulimie erfüllt sind, aber "Bing Eating"-Anfälle oder inadäquates Verhalten nach dem Essen seltener als 2 x pro Woche oder die Dauer von 3 Monaten auftreten.
  • bei normalen Körpergewicht inadäquates Verhalten nach der Aufnahme normaler Nahrungsmengen (z.B. selbstinduziertes Erbrechen nach dem Essen von 2 Keksen)
  • große Mengen von Nahrung werden gekaut und danach ausgespuckt, aber nicht geeschluckt
  • Bing-eating-disorder (siehe unten)

 

Bing Eating

Auch dies ist ein neuer Begriff in der Reihe der Essstörungen, der aus den USA kommt. "Binge" heißt übersegtzt "Gelage" und wird in den USA üblicherweise im Zusammenhang mit Alkoholmissnrauch verwendet. Die damit angedeutete Nähe zu Suhterkrankungen drückt sich in der Verwendung des Begriffes für eine bestimmte Form der Essstörung aus, nämlich "Essattacken". Von Binge Eating wird dann gesprochen, wenn mindestens 6 Monate hindurch an zumindest 2 Tagen pro Woche ein Anfall von Heißhunger auftritt, bei dem in kürzester Zeit ungewöhnlich große Mengen an Nahrungsmitteln aufgenommen werden. Eine Kontrolle über die gegessene Menge gibt es nicht. Außerdem müssen mindestens 3 der folgenden 6 Kriterien zutreffen:

  • essen, ohne hungrig zu sein
  • besonders schnelles Essen
  • essen, bis ein unangenehmes Gefühl einsetzt
  • es wird allein gegessen, um Gefühl von Schuld und Scham zu vermeiden
  • die Ess-Anfälle werden als belastend empfunden
  • nach dem Ess-Anfall treten Gefühle von Ekel, Scham oder Depressionen auf

Die auf recht kurze Zeitspannen beschränkten Essattacken unterscheiden BED (Binge Eating Disorder) von Adipositas und die ausbleibenden Maßnahmen, eine Gewichtszunahme durch Erbrechen, Intensivsport oder Fasten zu verhindern, von der Bulimie.

 

Anorexia nervosa (Magersucht)

Anorexie ist eine schwerwiegende Essstörung, bei der sich der Betroffene in einigen Fällen buchstäblich zu Tode hungert. Selbst wenn sie bereits erhebliches Untergewicht aufweisen, halten die Betroffenen sich für fett. Betroffene siind nciht einfach nur dünn. Sie wiegen mindestens 15 % weniger als Normalgewicht (BMI < 17,5). Hier sind einige typische Symptome der Anorexie aufgeführt:

  • Extreme (übertriebene) Angst vor dem dicker werden
  • Fühlt eine gesellschaftliche Erwartung
  • Vermeidet zu essen, totz Hunger, Verweigerung der Nahrungsaufnahme
  • Kann nicht Hunger und Sättigung spüren
  • Übertriebenes Interesse oder Beschäftigung mit Aussehen, Ernährung, Diäten oder Sport
  • Ausbleiben der Menstruation
  • Außergewöhnlich dünn/mager
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